kunst im öffentlichen raum

kontracom: paola pivis hubschrauber

kunst im öffentlichen raum

was war das für eine aufregung im salzburger vorsommer: alle diskussion über sinn und berechtigung von kunst im öffentlichen raum - ja sogar moderner kunst überhaupt - schien sich an der frage zu entscheiden, ob ein hubschrauber kopfüber auf dem residenzplatz liegen darf. nach entsprechendem medienecho war dann der hubschrauber der kontracom doch so etwas wie eine kleine sensation im heiligen öffentlichen raum der innenstadt. 

was die künstlerin vermutlich nicht bewusst auslösen wollte, war die nachdenklichkeit über kulturbudgets und aktivistInnen im kulturgeschehen: nach den darbietungen der kontrapunkt projekte - insbesondere nach der eher dünnen soundperformance auf salzburgs plätzen - war vielen kunstinteressierten klar, dass es einerseits ganz wichtig für salzburg wäre, immer wieder neue impuls der aktuellen kunst im inneren der stadt zu erleben, andererseits aber für manche künstlerInnen salzburgs eine provokation darstellte, wenn sie von den grossen summen erfahren mussten, die für ein einzelnes projekt da waren, während andere ganz ohne oder mit nur sehr minimaler unterstützung auskommen mussten.

salzburg braucht impulse. teure "fremde federn" waren vermutlich leichter zu bringen, als sich mit der auswahl der "federn vor ort" zu mühen. bleibt zu hoffen, dass kunst im öffentlichen raum dennoch zur selbstverständlichkeit - sogar für salzburg - wird.